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Museen der Stadt Zella-Mehlis

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Objekt des Monats

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Objekt des Monats September 2021 – Signallaterne

Das Objekt des Monats September 2021 befindet sich direkt im ersten Ausstellungsraum des Stadtmuseums in der Beschußanstalt.

Die Signallaterne aus der Mitte des 18. Jahrhunderts steht stellvertretend für die Ausstellungsobjekte zum Feuerlöschwesen unserer Stadt.

An ihrem ursprünglichen Standort an der Klett-Villa auf dem Lerchenberg in Zella St. Blasii diente sie dazu, Brände zu melden und der Feuerwehr die Brandrichtung anzuzeigen. Ein Meldeposten war an dieser Stelle positioniert, da man von dort aus, bevor die Bäume hochgewachsen waren, einen sehr guten Überblick über die Stadt hatte und Brandherde frühzeitig erkennen konnte. Außerdem war auch die Station von der Stadt aus gut sichtbar und so konnten die Feuerwehrleute schnell alarmiert werden.

Für Mehlis war ein solcher Meldeposten auf der Kuhstirn eingerichtet.

Offene Feuer und leicht entzündbare Baumaterialien waren der Grund für Feuerausbrüche in vergangenen Jahrhunderten. So gab es beispielsweise bis zum großen Stadtbrand 1762 in Zella St. Blasii noch hölzerne Schornsteine, die erst aufgrund des verheerenden Unglücks verboten wurden.

Beim großen Stadtbrand am 24. Mai 1762 wurden fast alle öffentlichen Gebäude der Stadt, wie Schulen, Gasthaus, Kirche, Forsthaus, Schenke, Brau- und Backhaus und alle drei Mühlen vernichtet. Auch fast alle Privathäuser mit Stallungen, Scheunen, Habseligkeiten der Bewohner, Arbeitsgeräte und Lebensmittelvorräte brannten nieder. Wichtige Dokumente, wie die Privilegien der hiesigen Innungen mit den Büchern, Kupfern und Laden fielen ebenfalls den Flammen zum Opfer. 14 Personen fanden durch den Brand den Tod. Viele Einwohner zogen danach fort, sodass sich die Einwohnerzahl nach dem Unglück von 2200 auf nur noch 850 reduzierte.

Weitere Stadtbrände sind in Zella St. Blasii für die Jahre 1619 und 1847 und in Mehlis für 1684 und 1711 überliefert.

Das Löschen von Bränden war in diesen Zeiten noch sehr mühsam. So hatten die Helfer vor Ort oft nur Feuerhaken, Schaufeln und Leitern zur Bekämpfung des Feuers zur Verfügung. Über Menschenketten wurde in ledernen Eimern Wasser aus nahegelegenen Brunnen beschafft. Auch Nachbarorte wurden oft zur Brandbekämpfung herangezogen.

1770 erfolgte die Gründung einer Landesbrandkasse, die erstmals nach dem Brand von 1847 für Zella St. Blasii eine Schadensregulierung vornahm.

1849 und 1864 entstanden erste örtliche Feuerlösch- und Rettungsanstalten.

Bis zur Vereinigung beider Städte Zella St. Blasii und Mehlis zu Zella-Mehlis im Jahr 1919 gab es zwei getrennte Wehren. Die beiden ersten Brandmeister waren Richard Barthelmes in Zella und Peter Langenhan in Mehlis.

Seit dem engagiert sich die Freiwillige Feuerwehr in unserer Stadt nicht mehr nur bei Bränden, sondern auch bei vielen weiteren Einsätzen von Hochwasserbekämpfung bis zur Tierrettung und ist aus dem Stadtgeschehen nicht mehr wegzudenken. Zum Glück stehen der Feuerwehr heute professionelle Mittel und Gerätschaften zur Verfügung, so dass Signallaternen und Menschenketten mit Eimern ausgedient haben.

Stadtbrand1762Zella

Mitteilung über den Stadtbrand von 1762 in Zella St. Blasii

Invnr6620

Brand des Gasthauses Stadt Wien am 22. September 1908

Invnr5918

Übung von Feuerwehr und Sanitätskolonne an der Kaiserschule in Mehlis 1909

Invnr5574

Mehliser Feuerwehr 1881

Invnr6615

Mehliser Feuerwehr 1928

Invnr6617

Zellaer Feuerwehr um 1930

Zella-Mehlis verbindet
 

Zella-Mehlis –
Historisch gewachsene Wirtschaftskraft

Zella-Mehlis kann auf eine bewegte und erfolgreiche Wirtschaftsgeschichte zurückblicken. Hier wurde der Lauf von internationalen Automarken beeinflusst, Weltkonzerne gegründet und dafür gesorgt, dass James Bond die Welt retten kann. Und auch heute finden sich hier Wirtschaftszweige, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Die Langversion dieses Filmes, welcher in Zusammenarbeit mit mamoni media » entstanden ist, können Sie im Technischen Museum Gesenkschmiede » sehen.

Ausstellungen

Plakat

Sonderausstellung Industriegeschichte

Partner

Erlebnispark Meeresaquarium  Explorata Mitmachwelt

Galerie im Bürgerhaus  Schmieden in der Gesenkschmiede

Thüringer Wald Card  Mehrkindfamilienkarte Thüringen

360° Panorama-Tour!

Wenn Sie schon nicht ins Museum kommen können, kommt das Museum eben zu Ihnen! Mit Mausbewegungen können Sie sich virtuell im Kugelpanorama umsehen und an Übergangspunkten in weitere Museumsbereiche springen.

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Öffnungszeiten

Stadtmuseum in der Beschußanstalt und
Technisches Museum Gesenkschmiede

Montag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Dienstag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Freitag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Samstag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Feiertags: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr

An vier Tagen bleiben die Museen geschlossen:
Neujahr, Christi Himmelfahrt, Heiligabend und Silvester.

Heimatmuseum Benshausen
nach vorheriger Vereinbarung

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