Zella-Mehlis ist reich an Geschichte!

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Neuigkeiten

Objekt des Monats August 2021 – Waagerecht-Stoßmaschine

Waagerecht-Stoßmaschine

Nachdem der Gesenkschmiedebetrieb der Familie Wahl ab 1952 über einen Starkstromanschluss verfügte, konnten endlich modernere Maschinen zur Fertigung der Gesenke angeschafft werden. Zu diesen gehört die hier vorgestellte Waagerecht-Stoßmaschine.

Diese Werkzeugmaschine dient zur spanabhebenden Metallbearbeitung mit waagerecht-linearer Bewegung eines Schlittens, an dem ein Meißel befestigt ist. Die zunächst aus England stammenden Maschinen hießen „Shaping Machine“ oder nur „Shaper“, woraus in deutschsprachigen Ländern die Bezeichnung „Shaping“ abgeleitet wurde.

Die Maschine besteht aus den Hauptbestandteilen Maschinenkörper, Motor und Getriebe (Kulissenstein), Kreuztisch und Schlitten mit winkelverstellbarem Werkzeughalter.

Das Werkstück ist fest eingespannt und wird vor jeder Vorschubbewegung des Schlittens um einen zuvor eingestellten Betrag, quer zur Stoßrichtung des Meißels, schrittweise automatisch zugeführt. Das Werkzeug bewegt sich darüber hinweg und hebt einen Span ab.

Solche Maschinen waren bis in die 1970er Jahre weit verbreitet, da sie sich für den Werkzeug- und Formenbau sowie Kleinserien hervorragend eigneten. Die Herstellung von Ebenen Flächen, Vielecken und vor allem Führungen war eine Kerndisziplin der Stoßmaschine. Auch das Stoßen von Keilwellen, Zahnrädern und Innenverzahnungen sind mit diesen Maschinen in bester Qualität möglich. Heutzutage sind Stoßmaschinen im industriellen Einsatz weitgehend verschwunden. Das liegt einerseits an der relativ langsamen Arbeitsweise und andererseits am Einsatz von CNC-Maschinen. Für kleine Werkstätten und im Hobbybereich bleibt die Stoßmaschine allerdings eine interessante Maschine mit einigen Vorzügen, wie geringem Anschaffungspreis und hoher Flexibilität.

Typenschild

Typenschild mit dem Herstellernamen.

Hergestellt wurde unsere Stoßmaschine, vom Typ „STW 550“, im Jahre 1956 vom VEB Werkzeugmaschinenfabrik Halle/Saale. Gegründet wurde der Betrieb 1894 als Shaper-Fabrik „Lange & Geilen“ in Halle. 1952 erfolgte die Verstaatlichung und Weiterführung der Firma als VEB (K) Werkzeugmaschinenbau Halle unter Beibehaltung des Produktes Kurzhobel- bzw. Stoßmaschinen. Ab 1968 erfolgte die Eingliederung in das Kombinat „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) als Betriebsteil des VEB Werkzeugmaschinenfabrik Aschersleben. Nach dem Kauf des Unternehmens durch die Schiess AG Düsseldorf im Jahre 1991 folgte 1992 eine Neugründung der Firma unter dem alten Namen Werkzeugmaschinenbau Halle GmbH.

Werbeanzeige

Werbeanzeige der Firma „Lange & Geilen“ aus den 1930er Jahren.

 

Viele meinen, nachdem sie ein Stadt- oder Heimatmuseum besucht haben, kennen sie alle, weil sie sich oft ähneln ... unsere Museen sind anders!

Kommen Sie uns besuchen und Sie werden überrascht sein, wie ein Museum sein kann, klar gegliedert, informativ, interessant gestaltet ... und Sie werden dann wissen, was die Welt ohne Zella-Mehlis wäre – undenkbar!
 

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Stadtmuseum in der Beschußanstalt

Barrierefreiheit geprüft

Technisches Museum Gesenkschmiede

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Heimatmuseum Benshausen
 
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